Beiersdorf Connect

Branchen-Events sind schön und gut, und für manche mögen sie auch tatsächlich inspirierend sein. Für mich sind sie es nicht. Was nützt es mir, zu erfahren, woran meine Lieferanten und Wettbewerber die letzten drei Jahre gearbeitet haben? Was bringt es mir, mich mit angezogener Handbremse zu unterhalten, um ja keine Interna auszuplaudern oder gegen Compliance-Regeln zu verstoßen? Deshalb war ich eigentlich immer auf Konferenzen unterwegs, die außerhalb meiner Bubble inspirieren können. Die mich zu einem „Was wäre, wenn…?“-Gedanken bringen. Wie die SXSW in Austin. Die VivaTech in Paris. Oder die DLD in Tel Aviv.

Irgendwann fiel mir zudem nach zahllosen Diskussionen mit Innovationsmanagern anderer Unternehmen auf, dass wir eigentlich alle die gleichen Aufgaben und Herausforderungen vor der Brust haben. Also warum nicht eine Konferenz ins Leben rufen, bei der sich alles um Innovation dreht, und zu der ausschließlich Corporates, Wissenschaftler und Start-Ups eingeladen werden? Bei der zudem die Hälfte des Programms aus Workshops und interaktiven Sessions besteht, die von anderen Organisationen gehalten werden? Eine Gelegenheit gab es ja auch, schließlich war ich 2024 ohnehin schon für die Organisation und Durchführung der R&D Connects zuständig, einer Innovations-Woche mit drei untergeordneten Einzelkonferenzen.

Nun, nach einem Piloten in 2024 mit rund 80 teilnehmenden Organisationen knackte die Beiersdorf Connect bereits ein Jahr später die 300-Teilnehmer-Marke, um in 2026 bei annähernd 500 zu landen. Und so wurde aus einer kleinen Idee eine der renommiertesten Innovations-Konferenzen Deutschlands.